Was ist eine Doula?

Die Doula-Arbeit ist die Wiederaufnahme einer an sich sehr alten Tradition, die in vielen Ländern außerhalb Deutschlands noch ganz selbstverständlich gelebt wird: die kontinuierliche und innige Begleitung einer werdenden Mutter durch eine geburtserfahrende Frau, die ihr mit Rat und Tat vor, während und nach der Geburt zur Seite steht. Der Name „Doula“ leitet sich von dem altgriechischen Wort „douleia“ ab und bedeutet „der Frau dienen“ / „Dienerin der Frau“.

Doulas informieren, stärken die Eigenkompetenz, vermitteln Vertrauen, erinnern an die naturgegebene Intuition und gehen jeden Weg mit, für den sich die werdende Mutter entscheidet. Um diese intime Beziehung zu ermöglichen, lernen sich Schwangere und Doula schon vor dem Geburtstermin gut kennen.

Rund um den errechneten Geburtstermin des Kindes, ist die Doula Tag und Nacht in Rufbereitschaft und begleitet von den ersten Wehen an bis das Baby geboren ist. Doulas konzentrieren sich auf die Wünsche und Bedürfnisse der werdenden Mutter. Als Vertrauensperson der Schwangeren vermittelt die Doula ihre Bedürfnisse weiter an das Team der Gebursthelfer*innen. Sie nimmt ausdrücklich keine medizinischen Handlungen vor, sondern ist als emotionaler Rückhalt anwesend.

Die positiven Effekte einer kontinuierlichen Geburtsbegleitung wurden erstmals von Marshall H. Klaus, John H. Kennell und Phyllis H. Klaus in den 1970er Jahren nachgewiesen (siehe Der Neue Weg in die Geburtsbegleitung, Mosaik Verlag 1995). Im Jahr 2013 bekräftigte die Studie Kontinuierliche Unterstützung für Frauen während der Geburt der Pflegewissenschaftlerin Prof. Ellen Hodnett diese Ergebnisse. Unter anderem gehören zu den vorteilhaften Auswirkungen einer kontinuierlichen und liebevollen Doula-Betreuung nachweislich:

  • ein um 26% geringeres Risiko per Kaiserschnitt zu gebären
  • deutlich seltener geringe AGPAR-Werte von Neugeboren
  • ein um 41% geringeres Risiko für den Einsatz von Saugglocke oder Zange
  • eine um 39% geringere Verabreichung Wehen-fördernder Mittel
  • Mütter entwickeln deutlich seltener eine Wochenbettdepression
  • ein um 28% geringerer Bedarf an Schmerzmitteln oder Anästhesie
  • eine um 25% verkürzte Geburtsdauer
  • wesentlich mehr Babys werden voll gestillt
  • Eltern haben mehr Selbstvertrauen im Umgang mit ihrem Baby

Im Doula Ethik-Code und Doula-Knigge erfährst du, was eine Doula tut und was nicht. Alle Doulas des Vereins sind daran gebunden.

Impressum

Kontakt

Datenschutz

Jeza the Doula © 2019

Folge mir!